Der Platz an der Herzogbrücke zwischen den Gebäuden der Volksbank, der Deutschen Bank, dem Elaya Hotel und dem Spoycenter in der Klever Innenstadt wird in den kommenden Monaten grundlegend umgestaltet. Ist die Fläche aktuell vom Durchgangsverkehr geprägt und kaum als Platz erkennbar, soll sie künftig deutlich mehr Aufenthaltsqualität bieten. Ab Montag, 16. März 2026, beginnen vorbereitende Arbeiten für den Umbau, die bereits eine Teilabsperrung des Platzes nach sich ziehen.
In einem ersten Schritt werden die Fachleute des Kampfmittelräumdienstes das künftige Baufeld auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersuchen. Hierfür wird ein Teilbereich des Platzes an der Herzogbrücke zwischen dem Gebäude der Deutschen Bank, der Volksbank und dem Spoycenter gesperrt. Der Citybus, notwendiger Lieferverkehr für die Innenstadt sowie Fußverkehr können die Arbeitsstelle dauerhaft passieren. Auch die Minoritenstraße bleibt zunächst befahrbar. Im Rahmen der Bauarbeiten wird es jedoch notwendig sein, die Fahrradständer unter den Platanen auf dem Platz zu entfernen. Die Stadt Kleve bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger dringend darum, ihre dort angeketteten Fahrräder kurzfristig bis Sonntagabend zu entfernen. Entsprechende Hinweisschilder wurden vor Ort bereits aufgehängt.
Im weiteren Verlauf der Baustelle wird die Baustelleneinrichtung und damit verbunden auch die Sperrung ausgeweitet. Hierüber informiert die Stadt Kleve rechtzeitig.
In der Bensdorpstraße ist im Zuge der Platzumgestaltung mit Baustellenverkehr zu rechnen, da die Wiese am Hotel als Lagerfläche dient. Mitunter muss der Baustellenverkehr die Bensdorpstraße auch entgegen der Einbahnstraßenregelung nutzen.
Alle anliegenden Geschäfte im Bereich des Platzes an der Herzogbrücke (Deutsche Bank, Galaxy Mode, Kodi, Waschsalon Speed Queen, Büro der Hochschule Rhein-Waal, Volksbank Kleverland, Venga) bleiben während der gesamten Bauzeit geöffnet und sind zu Fuß erreichbar.
Mit dem Beginn der Bauarbeiten wird die Stadt Kleve die Umgestaltungspläne für den innerstädtischen Platz ausführlich vorstellen. Insgesamt investiert die Stadt Kleve über 2 Mio. Euro in das Projekt. Als Maßnahme des Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt wird der Umbau zu 70 % mit Mitteln aus der Städtebauförderung von Bund und Land gefördert.
Hintergrund: Integriertes Handlungskonzept
Die Umgestaltung des Platzes an der Herzogbrücke ist Teil des Integrierten Handlungskonzeptes. Das Integrierte Handlungskonzept bildet den Rahmen für die Entwicklung der Innenstadt bis Ende 2027. „Integriert“ bedeutet, dass alle Themenfelder und Funktionen einer Innenstadt berücksichtigt werden: Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlicher Raum. Viele unterschiedliche Gruppen und Akteure werden dabei miteinbezogen. Für Kleve wurde 2013 ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. In diesem Konzept sind drei Themenfelder als Schwerpunkte festgelegt: Öffentlicher Raum, Baukultur und Kommunikation. Gefördert wird das Integrierte Handlungskonzept über die Städtebauförderung von Bund und Land, vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, sowie vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.