Unter www.kreis-kleve.de/hornissen-melder können Nestfunde dokumentiert und weiterverfolgt werden.
Der Kreis Kleve hat ein digitales Meldeportal für Nester der Asiatischen Hornisse eingerichtet. Unter www.kreis-kleve.de/hornissen-melder können alle Bürgerinnen und Bürger ab sofort Sichtungen adressenscharf angeben. Die Nutzer haben auch die Möglichkeit, in einer Übersicht nachzusehen, ob das gesichtete Nest bereits gemeldet worden ist. Zudem können sie im Status nachverfolgen, ob das Nest beseitigt wurde.
Die invasive Art „Asiatische Hornisse“ kann erhebliche Auswirkungen auf heimische Insektenpopulationen – insbesondere auf Wildbienen und Honigbienen – haben. Damit beeinträchtigen die Insekten das ökologische Gleichgewicht. Eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung der Ausbreitung spielt die frühzeitige Entdeckung und Meldung so genannter „Primärnester“. Diese kleineren Nester werden im Frühjahr von überwinterten Königinnen gegründet und befinden sich häufig an geschützten Orten wie Gartenhäusern, Dachvorsprüngen, Carports oder Hecken. Werden diese Nester früh erkannt und gemeldet, können sie leichter entfernt werden, bevor sich im Sommer große Sekundärnester mit zahlreichen Tieren entwickeln.
Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Kleve bittet daher Bürgerinnen und Bürger, Verdachtsfälle möglichst frühzeitig zu über den Hornissen-Melder anzugeben.
Weitere Informationen zur Asiatischen Hornisse, ihrer Unterscheidung von heimischen Arten sowie zum richtigen Verhalten bei einem Nestfund finden Interessierte auf der Internetseite des Kreises Kleve unter www.kreis-kleve.de/hornissen-info.
Die Asiatische Hornisse breitet sich im Kreis Kleve rasant aus: Nach vereinzelten Nestmeldungen in den Jahren 2023 und 2024 erreichten die Untere Naturschutzbehörde im vergangenen Jahr 2025 insgesamt 264 gemeldete Nester. 170 Nester konnten fachmännisch beseitigt werden. Die verbleibenden Nest-Meldungen waren überwiegend in nicht zugänglichen Gebieten. „Durch die nicht entfernten Nester sowie eine hohe Dunkelziffer von Nestern, die bislang nicht gesehen oder gemeldet wurden, rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Population“, sagt Peter Aengenheister, Leiter des Fachbereichs „Technik“ der Kreisverwaltung Kleve.
Der Kreis Kleve unterstützt bei der Koordination der Bekämpfungsmaßnahmen und bündelt die Sichtungen für das landesweite Monitoring. Für die Beseitigung der Nester sind die Grundstückseigentümer verantwortlich. Meldungen von Nestern im öffentlichen Raum, gibt die Untere Naturschutzbehörde an die jeweiligen Städte und Gemeinden weiter. Durch aufmerksame Beobachtung und rechtzeitige Meldungen kann jede und jeder dazu beitragen, die weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu verlangsamen und heimische Tierarten zu schützen.