Erntedank unter dem Gesichtspunkt Klimaschutz

Referat von Dr. Nina Jordan am „Welternährungstag“ in der Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Kevelaer

Im Rahmen des monatlichen Seniorentreffs war am 16. Oktober 2018 die Klimaschutzmanagerin der Wallfahrtsstadt Kevelaer, Dr. Nina Jordan, zu Gast. Aufmerksame Senioren ließen sich über Aspekte und Fragen des Klimaschutzes informieren und diskutierten mögliche Antworten mit der Referentin. Für unsere Lebensmittel dankbar zu sein mag in Zeiten des Überflusses und der Verschwendung altmodisch klingen. Doch es ist sinnvoll, sich die Leistungen und Opfer, die für unsere Lebensmittel erbracht werden, ins Gedächtnis zu rufen.
Hierzu wurden die Stichpunkte „Acker“ und „Boden“ näher betrachtet. Der Boden ist unsere Lebensgrundlage, denn auf ihm wächst alles, was wir essen. Somit ist er für uns überlebenswichtig. Er ist außerdem voller Leben: nur ein Gramm enthält mehr Bakterien und Organismen als es Menschen auf der Erde gibt! Dennoch tun wir ihn oft als „Dreck“ ab. In der modernen Landwirtschaft wird er außerdem malträtiert; einerseits durch die Zufuhr von Giften wie Glyphosat, andererseits durch die Verdichtung durch schwere Maschinen. Dies zerstört das natürliche chemische und biologische Gleichgewicht und führt langfristig zum Verlust des Bodens.
Da in der Landwirtschaft außerdem große Mengen an Treibhausgasen entstehen, macht es Sinn, sich als Verbraucher mit dem Thema zu beschäftigen. Als Lösungsansätze für jede/jeden Einzelne(n) wurden der Kauf von ökologisch hergestellten Lebensmitteln, das Kochen von regionalen und saisonalen Produkten sowie die Reduktion von Fleisch- und Milchprodukten genannt. Mit dem Einkauf vor Ort, möglichst direkt beim Produzenten, hat die kleinbäuerliche Landwirtschaft weiterhin eine Chance im Wachstumsdruck gegen die internationalen Konzerne.
Die wertvollen Informationen und Tipps müssten einen größeren Personenkreis erreichen, war ein Votum der Teilnehmer. Sie werden ab jetzt persönlich noch mehr darauf achten, was sie einkaufen und die regionalen Produzenten und Händler unterstützen. Es ist nicht notwendig Lebensmittel zu essen, die hunderte bis tausende Kilometer transportiert werden. Andreas Nitsch erinnerte daran, dass Noah und seine Leute nach der „Sintflut“ von Gott den Auftrag bekommen haben, sich um Menschen, Pflanzen und Tiere zu kümmern und sie Verantwortung dafür haben. Das gilt auch noch heute. Diese Verantwortung haben wir geerbt.

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