Jusos und SPD-Frauen informierten sich über Arbeit der Schwangerschaftsberatung

Zu einem Informations- und Diskussionsabend mit Nicole Saat von der AWO Schwangerschaftsberatung hatten die Jusos und die SPD-Frauen eingeladen. Ausgangspunkt war die aktuelle Diskussion über die Reform des §219a, der ein Verbot von Werbung für Schwangerschaftsabbrüche enthält. In die Kritik geraten war der Paragraph, nachdem eine Ärztin zu einer hohen Geldstrafe verurteilt wurde, weil sie auf ihrer Internetseite auf das Angebot des Schwangerschaftabbruchs hinwies.

Um die Hintergründe des Urteils verstehen und die Schwangerschaftsberatung und die Situation im Kreis Kleve besser einschätzen zu können, gab Nicole Saat Einblicke in ihren Berufsalltag. Sie berichtete unter anderem, dass die meisten der Beratungssuchenden nicht die ganz jungen Frauen und Paare wären, sondern die meisten zwischen 25 und 35 Jahre alt seien.

Neben den Beratungsgesprächen, die vor einem Schwangerschaftsabbruch Pflicht sind, biete die AWO aber auch zahlreiche weitere Beratungen rund um das Thema Familie an und stehe jungen Familien bei verschiedensten Problemen zur Seite. Daneben nehme die Präventionsarbeit einen großen Raum ein. Zwei Mal pro Woche sind Mitarbeiterinnen an Schulen unterwegs und klären die Schülerinneben und Schüler rund um das Thema Sexualität auf.

„Wir sind sehr froh, dass gerade auch die Prävention einen so wichtiges Standbein der Beratungsstelle ist und hoffen, dass dieses Angebot auch in Zukunft weiter genutzt wird, denn nur so kann von frühzeitig verhindert werden, dass Schwangerschaftskonflikte überhaupt entstehen,“ so Marek Tietjen von den Jusos und Mandy Stalder-Thon von der AsF.

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