Höchster IT-Standard an Reeser Schulen

Viel diskutierte Breitbandoffensive ist zum Schuljahresbeginn in Rees weitestgehend abgeschlossen

REES. Im Juli des vergangenen Jahres sprachen sich Rat und Verwaltung der Stadt Rees dafür aus, den IT-Standard an den Schulen und den anderen städtischen Gebäuden erheblich zu verbessern. Mit der Entscheidung verbunden war einerseits der Abschluss eines Kommunalvertrages mit dem Unternehmen „Deutsche Glasfaser“. Dieser beinhaltet, dass alle städtischen Gebäude in Rees und den Ortsteilen mit einer Glasfaserverbindung bis ins Gebäude hinein versehen werden. Zudem wurde beschlossen, dass die Stadt in Eigenregie eine weitere, zusätzliche Leitung zum Schulzentrum verlegt, um dem besonderen Breitbandbedarf des Schulzentrums mit 1.800 Schülerinnen und Schülern sowie 150 Lehrerinnen und Lehrern gerecht zu werden.

Rund ein Jahr nach dem Beschluss steht das Projekt nun kurz vor dem Abschluss. 20 Gebäude der Stadt Rees sind nach aufwändigen Tiefbauarbeiten inzwischen an das Glasfasernetz angeschlossen. Insbesondere die Schülerinnen und Schüler, sowie Lehr- und Bürokräfte der Schulen können sich darauf freuen, nach den Sommerferien an allen Reeser Schulen eine leistungsstarke Internetverbindung vorzufinden. Dabei beträgt die Grundversorgung in allen Gebäuden 200Mbit/s, die sowohl für den Upload als auch für den Download gilt. Da die Zusatzleitung zum Schulzentrum weitere 600 Mbit/s bringt, ist das Schulzentrum digital nicht nur für den Moment, sondern auch für die Zukunft bestens aufgestellt. „Technischen Neuerungen sowie medienunterstützter Unterricht mit neuen Endgeräten können wir mit dem neuen Glasfasernetz nun entspannt entgegensehen“, ist sich Michael Johann Becker, Mitarbeiter der städtischen IT, sicher.

Anpassungen auch innerhalb der Gebäude erforderlich

Um die starke Infrastruktur nutzen zu können, war es zudem erforderlich, innerhalb der Gebäude umfangreiche Anpassungen vorzunehmen. So mussten LAN-Kabel verlegt und WLAN-Netze aufgebaut werden, damit die schnelle Internetverbindung auch an den Arbeitsplätzen und in den Klassenräumen ankommt. Auch diese Arbeiten sind an den 20 städtischen Standorten weitestgehend abgeschlossen.

Während der Planung und Realisierung des Projektes wurde an den Schulen parallel an der Erstellung von Medienkonzepten gearbeitet, die der Verwaltung nun vorliegen. Die Konzepte erläutern, wie neue Medien und digitale Endgeräte künftig in die Unterrichtsangebote integriert werden. Damit verbunden ist auch eine Liste, die zahlreiche Neuanschaffungen für die Schulen vorsieht. Die Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme dieser Geräte wurden nun Schritt für Schritt von der städtischen IT vorgenommen. So erhalten Rheinschule, Realschule und die Grundschulen in Haldern und Mehr neue Server, um den zunehmenden Datenverkehr regeln zu können. Aber auch die Schülerinnen und Schüler werden nach den Ferien auf den ersten Blick Neuerungen erkennen. Sowohl die Computerräume der Rheinschule als auch die Computerräume der Realschule werden zum Schulstart mit neuen PCs ausgestattet sein. Darüber hinaus wird die Grundschule Haldern mit ihrem Teilstandort in Mehr zum Schuljahresbeginn über 60 iPads verfügen können, die künftig bei der Gestaltung des Unterrichts verwendet werden können.

Ausstattung 2019 nicht abgeschlossen

Das Gymnasium Aspel, die Grundschule Millingen und die Grundschule Rees erhalten ihre Server und Endgeräte im kommenden Jahr. Dass die digitale Ausstattung der Schulen mit den Maßnahmen nicht abgeschlossen ist, hatte der Reeser Kämmerer Andreas Mai bereits in der Sitzung des Schulausschusses im April angedeutet: „Wir werden am Ball bleiben und weiter in unsere Schulstandorte investieren“, kündigte der Kämmerer schon damals an.

Um die städtischen Gebäude und damit auch die Schulen und Arbeitsplätze der Stadt Rees zukunftsfähig zu machen, hat die Stadt Rees seit 2016 rund 1,1 Millionen Euro für Breitbandausbau, Netzwerke und Endgeräte investiert.

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